Mietendemo am 11. September

Mietendemo 11. September ab 13 Uhr am Alexanderplatz

BEZAHLBARER WOHNRAUM FÜR ALLE!

Gemeinsam gegen hohe Mieten und Verdrängung. Große Mietendemo in Berlin und bundesweit ab 13 Uhr am Alex.

Am 11. September 2021 ab 13 Uhr beginnt die Demo in Berlin am Alexanderplatz. Die Route endet auf der Straße des 17. Juni mit der Abschlußkundgebung.

  • Unterstützt den Aufruf des Berliner #Mietenwahnsinn-Bündnisses für die Demonstration am 11.09.!
  • Beteiligt euch an der konkreten Vorbereitung der Demonstration und des Berliner Mietenwahnsinn-Blocks! Jeden Dienstag um 19 Uhr im Kiezanker, Cuvrystr. 13, Kreuzberg.
  • Macht selbst Werbung für die Demonstration über social media und in euren Kreisen
  • Verteilt Flyer und Plakaten für die Demo! Infos zu den Abholstellen auf der mietenwahnsinn-Website
  • Macht Veranstaltungen im Vorfeld der Demo, Aktionstage und Presse-Events
  • Kommt zur Demonstration! Bringt Schilder, Fahnen und Transparente mit!
  • Beachtet die Corona-Auflagen. Dies ist keine Vollpfosten-Demo, sondern eine Demo von verantwortungsbewussten und umsichtigen Menschen!


Alle Infos zur Demo unter https://www.mietenwahnsinn.info/aktuelles/11-09-demo/

und auf der Website http://mietendemo.org

Grafik zum Teilen von Miriam Bauer Illustration 

Spendenaufruf für Nachbarhilfe

Das Helfen in der Nachbarschaft untereinander ist in unserem Block selbstverständlich! Dem UBB-Verein ist im Juni bekannt geworden, dass ein alter Mieter mit zwei Papageien in Bedrängnis ist, weil er das Sauberhalten der Wohnung nicht mehr allein schafft. Die Vermieter haben nun die sofortige Abschaffung der Tiere und vollständige Renovierung der Wohnung gefordert, sonst drohe die Kündigung. Der Kleinrentner wohnt seit mehr als 20 Jahren hier und hängt sehr an seinen Tieren. Er ist völlig überfordert in dieser Situation.

Wir Nachbarinnen und Nachbarn packen tatkräftig mit an, räumen auf, machen sauber und organisieren Handwerker. Wände, Böden, Kleinmöbel müssen erneuert werden. Dafür sammeln wir Geldspenden. Bitte spende auch!

Ganz einfach: Geh auf den Link zu Betterplace und spende einen Betrag deiner Wahl.

https://www.betterplace.me/herr-s-will-sein-zuhause-behalten

Das Geld wird direkt für die Wohnungsreinigung und Renovierung im Juli 2021 verwendet. Ganz herzlichen Dank an alle Mithelfer*innen und Spender*innen.

UBB-Protest gegen Privatinvestoren

Investoren wie die  Samwer-Brüder und die Immobilienfirma Dr. Hintze & Co haben schon den größten Teil des Blocks im Reuterkiez gekauft. Mit bezahlbarem Wohnraum ist es bald vorbei, wenn die Politik nicht eingreift! Die Privatinvestoren modernisieren, um exorbitante Mieten einzunehmen und wandeln die Mietwohnungen in Eigentum um. Denn über den Verkauf von Eigentumswohnungen kommt eine noch viel höhere Gewinnsumme zusammen, als ein ganzes Haus gekostet hat. Der tatsächliche Wert der Häuser – Bauweise und Bausubstanz, Ausstattung und Sanierungszustand – liegt natürlich weit unter dem gehypten Marktwert. Das bedeutet, auch einfacher Wohnraum muss heute überteuert vermietet werden, damit die Ausgaben wieder reinkommen – plus Gewinne. Weil das aber wegen Mietspiegel, Mietpreisbremse und Mietendeckel nicht geht, werden die Wohnungen als Eigentumswohnung verkauft. An Kapitalanleger, die sich ebenfalls ihr Geld über die Mieten zurückholen wollen. Merkste, ne?

Die Vorkaufsfrist des Bezirks läuft ab!

Die Privatinvestoren, unter denen sich unschwer  Samwer und Hintze vermuten lassen, versuchen trickreich das Vorkaufsrecht des Bezirks auszuhebeln. Aber dieser Wohnraum ist unverzichtbar für den städtischen Besitz! Je mehr Häuser wieder in Gemeinwirtschaft übergehen, desto besser lassen sich auch in Zukunft Mieten und städtische Ausgaben regulieren – und damit eine Bewohnerschaft schützen, die Renten/Sozialleistungen bezieht oder im Niedriglohnbereich oder im unteren Mittelstand arbeitet. Denn wir alle sind betroffen.

Wir bleiben hier

UBB, das ist der Verein Unser Block bleibt e.V., in dem sich Mieterinnen und Mieter aller Altersgruppen zusammengeschlossen haben. Unter uns leben Senioren, die noch die Erbauer des Häuserblocks persönlich kannten, und junge Zugezogene, die gerade  Studium und Beruf beginnen oder die ihre Kinder hier im Kiez aufwachsen lassen. Familien und Freundeskreise haben hier ihr vertrautes Zuhause. Viele Bewohner haben ihre Arbeitsplätze in erreichbarer Nähe, einige Selbstständige sind auf die innerstädtische Lage angewiesen. Bei einem Wegzug wegen Verdrängung gerät bei manchen auch die berufliche Situation in Gefahr!

Pressemitteilung 5.10.2020