Kunstaktion im Innenhof

Eine Kunstaktion im Hinterhof, kurz vor dem Abriss der Ateliergebäude. Nach 5 Jahren Leerstand sieht es mittlerweile so aus. Der Abriss geht voran. Hier wird Raum vernichtet für hochpreisige Wohnungen, die auf dem Neuköllner Wohnungsmarkt keinerlei Entlastung bringen und die Preise noch mehr hochdrehen werden. Mehr zum Innenhof …

Kunstaktion 2021 (vor dem Abriss)
Innenhofgebäude vor dem Abriss im Herbst/Winter 2021

Abriss im Innenhof

Zum Abriss frei gegeben: Hier werden mehrstöckige teure Wohnklötze gebaut, die den Innenhof verschatten.

Nachdem der Kampf um den Vorkauf im Herbst 2020 verloren wurde und die Investoren unseren ganzen Block geschluckt haben, soll nun der helle Innenhof eng bebaut werden. So teuer wie möglich, natürlich. Die Neubauten im Hof werden sehr dicht an die bestehenden Straßenhäuser herangebaut, sodass kaum noch Licht in die Fenster fällt. Wer bisher die Sonne an der Südseite hatte, schaut bald in ewigen Schatten und muss im Sommer die Lampe anschalten. Man wird dann bei den neuen Nachbarn alles mithören können, denn die enge Bebauung sorgt auch für einen Anstieg des Lärmpegels im Hof. Bisher zwitscherten hier nur die Vögel, die jetzt vertrieben werden.

Die verdichtete Bebauung ist in diesen Zeiten so fatal falsch, weil alle Städteplaner davon reden, die Städte unbedingt kühler und feuchter zu bekommen. Bisher hatten wir auch im Sommer dank des Hinterhofs eine spürbare nächtliche Abkühlung. Die Luft im Hinterhof war merklich kühler als die auf der Straßenseite. Dieser positive Klimaeffekt wird ebenfalls zerstört durch die enge Neubauverstopfung.

Abriss der flachen Innenhofgebäude, die bisher gut als Kunstateliers geeignet waren.

Flachgebäude werden abgerissen

Im Innenhof befanden sich seit rund hundert Jahren die Firmengebäude des Bauunternehmens Lindow, das die Mietshäuser im geschlossenen Block an 4 Straßen grenzend gebaut hatte. Die Flachgebäude wurden jahrelang als Seminarräume genutzt und zuletzt als Kunstateliers vermietet. Nach dem Rauswurf der Künsterinnen und Künstler 2016 folgte die Teilung des Blocks und die aggressive Übernahme der Mietshäuser durch die gewinnorientierten Investoren. Der frühere Besitzer, ein Erbe aus der Lindow-Familie, wollte nach eigenen Angaben eigentlich nicht verkaufen, wurde aber dazu genötigt.

Nun werden die Flachgebäude abgerissen, um darauf Neubauklötze zu setzen, die nur für Gutverdiener bezahlbar sein werden. Mit den o.g. negativen Folgen.

Mietendemo am 11. September

Mietendemo 11. September ab 13 Uhr am Alexanderplatz

BEZAHLBARER WOHNRAUM FÜR ALLE!

Gemeinsam gegen hohe Mieten und Verdrängung. Große Mietendemo in Berlin und bundesweit ab 13 Uhr am Alex.

Am 11. September 2021 ab 13 Uhr beginnt die Demo in Berlin am Alexanderplatz. Die Route endet auf der Straße des 17. Juni mit der Abschlußkundgebung.

  • Unterstützt den Aufruf des Berliner #Mietenwahnsinn-Bündnisses für die Demonstration am 11.09.!
  • Beteiligt euch an der konkreten Vorbereitung der Demonstration und des Berliner Mietenwahnsinn-Blocks! Jeden Dienstag um 19 Uhr im Kiezanker, Cuvrystr. 13, Kreuzberg.
  • Macht selbst Werbung für die Demonstration über social media und in euren Kreisen
  • Verteilt Flyer und Plakaten für die Demo! Infos zu den Abholstellen auf der mietenwahnsinn-Website
  • Macht Veranstaltungen im Vorfeld der Demo, Aktionstage und Presse-Events
  • Kommt zur Demonstration! Bringt Schilder, Fahnen und Transparente mit!
  • Beachtet die Corona-Auflagen. Dies ist keine Vollpfosten-Demo, sondern eine Demo von verantwortungsbewussten und umsichtigen Menschen!


Alle Infos zur Demo unter https://www.mietenwahnsinn.info/aktuelles/11-09-demo/

und auf der Website http://mietendemo.org

Grafik zum Teilen von Miriam Bauer Illustration