Häuserverkauf im Milieuschutzgebiet Reuterplatz

Ende August 2020 wurden 5 Häuser mit 55 Mietwohnungen verkauft.
Der Bezirk kann innerhalb von 8 Wochen dazwischen grätschen und sein Vorkaufsrecht geltend machen. HOFFENTLICH. Wir engagieren uns dafür, dass eine der städtischen Wohnungsbaugesellschaften den Verkäufern ein Angebot macht, dass sie nicht ablehnen können. Wir hoffen, dass die Häuser als Bezirkseigentum vor dem Privatmarkt geschützt werden.

UNSER BLOCK BLEIBT
Ein Häuserblock im Reuterkiez wehrt sich seit 2016 gegen Mietenwucher und Verdrängung. Wir Mieterinnen und Mieter haben uns zu einem Verein zusammengeschlossen, um uns aktiv gegen die extreme Ausbeutung von Wohnraum zu wehren. Seit 2017 steigen die Mieten, Wohnungen werden unzulässig teuer modernisiert und 2020 wurden Bestandsmietwohnungen in Eigentum umgewandelt!

Verdrängung hat schwere Konsequenzen

Das Geld der Immobilienkäufer zerstört Berliner Kiezleben. Weil reiche Kapitalanleger ihr Geld vermehren und noch reicher werden wollen, wird die Lebensstruktur langjähriger Mieter bedroht und zerstört. Wer hier wohnt, hat hier Freunde, Familie, Nachbarn – man kennt sich untereinander, manche wohnen hier seit mehr als 40 Jahren. Kindergärten, Schulen und der Freundeskreis der Kinder, die Wege zur Arbeitsstelle oder zur Hausarztpraxis – alles gerät ernsthaft in Gefahr, weil von uns niemand in Berlin eine andere bezahlbare Wohnung findet. Wer hier wegen gieriger Mieterabzocke raus muss, verliert unter Umständen das eigene über Jahre gewachsene Lebensumfeld.