Spendenaufruf für Nachbarhilfe

Das Helfen in der Nachbarschaft untereinander ist in unserem Block selbstverständlich! Dem UBB-Verein ist im Juni bekannt geworden, dass ein alter Mieter mit zwei Papageien in Bedrängnis ist, weil er das Sauberhalten der Wohnung nicht mehr allein schafft. Die Vermieter haben nun die sofortige Abschaffung der Tiere und vollständige Renovierung der Wohnung gefordert, sonst drohe die Kündigung. Der Kleinrentner wohnt seit mehr als 20 Jahren hier und hängt sehr an seinen Tieren. Er ist völlig überfordert in dieser Situation.

Wir Nachbarinnen und Nachbarn packen tatkräftig mit an, räumen auf, machen sauber und organisieren Handwerker. Wände, Böden, Kleinmöbel müssen erneuert werden. Dafür sammeln wir Geldspenden. Bitte spende auch!

Ganz einfach: Geh auf den Link zu Betterplace und spende einen Betrag deiner Wahl.

https://www.betterplace.me/herr-s-will-sein-zuhause-behalten

Das Geld wird direkt für die Wohnungsreinigung und Renovierung im Juli 2021 verwendet. Ganz herzlichen Dank an alle Mithelfer*innen und Spender*innen.

Manager-Magazin über die Samwers

Neue schlechte Nachrichten im manager magazin über die Samwer-Brüder, die auch nach den letzten 5 Mietshäusern in unserem Block ihre gierigen Hände ausstrecken:

Zitat aus dem manager-magazin :
„Drei gewinnen immer: Die Brüder Alexander, Marc und Oliver Samwer wurden mit dem Klonen von US-Start-ups reich und zocken jetzt die anderen Aktionäre von Rocket Internet ab. Ihr neues Ding: Mietshäuser und Windparks.“

Hier der Online-Artikel, den man komplett im Probeabo lesen kann, unter dem folgenden Link. Im Textinhalt steht auch die Audioversion, die man ganz hören kann. Oder man kauft das Print-Exemplar.

https://www.manager-magazin.de/unternehmen/alexander-marc-und-oliver-samwer-was-sie-nach-rocket-internet-machen-a-00000000-0002-0001-0000-000173605132

Die Artikelüberschrift heißt:

Die geheimen Öko-Pläne der Samwer-Brüder

Die Brüder wickeln Rocket Internet ab und nehmen ihre Aktionäre aus. Nun bauen sie mit den Milliarden aus der Start-up-Fabrik ein neues Imperium. Im Mittelpunkt: Immobilien und erneuerbare Energien.
Von Angela Maier und Jonas Rest


Hier in der PDF kann man den vollen Text ohne Bilder nachlesen (für unseren Block mit freundlicher Genehmigung des Journalisten Jonas Rest). Der für uns wichtige Part über Immobilien steht auf Seite 3 in der PDF:

UBB-Protest gegen Privatinvestoren

Investoren wie die  Samwer-Brüder und die Immobilienfirma Dr. Hintze & Co haben schon den größten Teil des Blocks im Reuterkiez gekauft. Mit bezahlbarem Wohnraum ist es bald vorbei, wenn die Politik nicht eingreift! Die Privatinvestoren modernisieren, um exorbitante Mieten einzunehmen und wandeln die Mietwohnungen in Eigentum um. Denn über den Verkauf von Eigentumswohnungen kommt eine noch viel höhere Gewinnsumme zusammen, als ein ganzes Haus gekostet hat. Der tatsächliche Wert der Häuser – Bauweise und Bausubstanz, Ausstattung und Sanierungszustand – liegt natürlich weit unter dem gehypten Marktwert. Das bedeutet, auch einfacher Wohnraum muss heute überteuert vermietet werden, damit die Ausgaben wieder reinkommen – plus Gewinne. Weil das aber wegen Mietspiegel, Mietpreisbremse und Mietendeckel nicht geht, werden die Wohnungen als Eigentumswohnung verkauft. An Kapitalanleger, die sich ebenfalls ihr Geld über die Mieten zurückholen wollen. Merkste, ne?

Die Vorkaufsfrist des Bezirks läuft ab!

Die Privatinvestoren, unter denen sich unschwer  Samwer und Hintze vermuten lassen, versuchen trickreich das Vorkaufsrecht des Bezirks auszuhebeln. Aber dieser Wohnraum ist unverzichtbar für den städtischen Besitz! Je mehr Häuser wieder in Gemeinwirtschaft übergehen, desto besser lassen sich auch in Zukunft Mieten und städtische Ausgaben regulieren – und damit eine Bewohnerschaft schützen, die Renten/Sozialleistungen bezieht oder im Niedriglohnbereich oder im unteren Mittelstand arbeitet. Denn wir alle sind betroffen.

Wir bleiben hier

UBB, das ist der Verein Unser Block bleibt e.V., in dem sich Mieterinnen und Mieter aller Altersgruppen zusammengeschlossen haben. Unter uns leben Senioren, die noch die Erbauer des Häuserblocks persönlich kannten, und junge Zugezogene, die gerade  Studium und Beruf beginnen oder die ihre Kinder hier im Kiez aufwachsen lassen. Familien und Freundeskreise haben hier ihr vertrautes Zuhause. Viele Bewohner haben ihre Arbeitsplätze in erreichbarer Nähe, einige Selbstständige sind auf die innerstädtische Lage angewiesen. Bei einem Wegzug wegen Verdrängung gerät bei manchen auch die berufliche Situation in Gefahr!

Pressemitteilung 5.10.2020