Berlinkarte von Mietenwatch

Mietenwatch: Das Projekt visualisiert die dramatische Entwicklung bei Berliner Mieten.  Auf der Website könnt ihr herausfinden, wo ihr es euch noch leisten könnt, in der Hauptstadt zu leben. Die visualisierten Daten zeichnen eine düstere Realität – gerade für Menschen mit durchschnittlichen oder geringen Einkommen. In Nord-Neukölln werden schon viele Wohnungen ab 11,50 Euro pro m² und auch viele ab 20 €/m² angeboten.

https://mietenwatch.de/leistbarkeit/#angebote-fur-dich
(bitte in den Kartenausschnitt des Bezirks klicken, dann werden aktuell inserierte Wohnungen mit Mietpreis als Punkte im Lageplan angezeigt)

Auch in Randbezirken steigen die Mieten extrem schnell hoch. Schaut euch die sehr anschauliche, informative Website an:
https://mietenwatch.de/

Anhand der Daten lässt sich erahnen, wie sehr sich Berlin gesellschaftlich durch Verdrängung verändern wird. Denn immer mehr wohlhabende Besitzende und Mietende im Kiez werden auch politisch Einfluß nehmen. Sie haben wenig Interesse an sozial-integrativen Projekten, wo doch die Ausgrenzung von Geringverdienern an den Stadtrand viel bequemer ist. Aus den Augen, aus dem Sinn. Wer nach Neukölln zieht und hier die eigenen Kinder einschult, freut sich über den Weggang von Kindern mit Migrationshintergrund und mangelnden Sprachkenntnissen. Problemfamilien braucht man gar nicht erst mit sozialem Engagement zu unterstützen, wenn sie wegziehen. So haben die vermögenden Zugezogenen in Neukölln Einfluß auf den sozialen Zusammenhalt, aber wenig Interesse, dicht an dicht mit sozial Schwachen zu leben.

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Petitionen – bitte beteiligt euch

Bitte unterstützt die beiden Forderungen des Berliner Mietervereins, des Deutschen Mieterbunds und weiterer Mieterberatungen und Verbände. Jede Unterzeichnung ist wichtig, denn nur gemeinsam werden wir die EU und die deutsche Bundesregierung bewegen können, einen wirklichen Kurswechsel in der Mieten- und Wohnungspolitik einzuschlagen.

1. Grundsteuer raus aus den Betriebskosten!

Mit der Grundsteuer, vor allem durch die geplante Grundsteuerreform, werden Mieter*innen in Städten und Ballungsräumen weiter mit hohen Mietkosten belastet. Sie müssen die Grundsteuer als Betriebskosten zahlen, obwohl es sich um eine Eigentumssteuer handelt. Das ist nicht hinnehmbar. Deshalb muss die Grundsteuer aus dem Katalog umlegbarer Betriebskosten in der Betriebskosten-Verordnung gestrichen werden!

Der Link zur Online-Petition:
https://www.openpetition.de/petition/online/grundsteuer-raus-aus-den-betriebskosten-deutscher-mieterbund-dmb-fordert-mietrechtsaenderung

2. Europäische Bürgerinitiative – Housing for all

Wohnen ist viel zu teuer! Es mangelt an bezahlbarem Wohnraum in vielen Städten Europas. Den Menschen bleibt immer weniger zum Leben, viele werden verdrängt.  Doch die EU Verschuldungsregelungen beschränken die Städte stark in ihrem Handlungs- und Investitionsspielraum für kommunalen und sozialen Wohnungsbau.

Mit eurer Unterschrift fordert ihr von der EU Kommission, bessere gesetzliche und finanzielle Rahmenbedingungen zu schaffen, um bezahlbares Wohnen für alle Menschen in Europa zu ermöglichen.

Der Link zur Online-Petition:
https://www.housingforall.eu/de/unterstuetzen-sie-die-kampagneund-unterzeichnen-sie-die-petition-de/